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Rollstuhlarten im Überblick: Mobilität für jeden Bedarf 

24. April 2025
Geschrieben von:
Fabian Kösters
Vergleich von vier MovingStar Rollstühlen und E-Rollstühlen im Park, faltbare und elektrische Modelle nebeneinander.

Das Wichtigste in Kürze

Die Wahl des passenden Rollstuhls hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Dazu gehören Ihre körperlichen Fähigkeiten ebenso wie der geplante Einsatzbereich und ihr vorhandenes Budget.
Menschen und ihre Einschränkungen sind individuell und es gibt mehrere Rollstuhlarten, um dem gerecht zu werden. Der größte Unterschied ist die Antriebsart: manuell oder elektrisch.
Eine persönliche Fachberatung und eine Probefahrt helfen Ihnen dabei, das perfekte Modell für Sie zu finden - daher sollten Sie darauf auf keinen Fall verzichten.

So vielfältig wie körperliche Einschränkungen sind, sind es auch Rollstuhlarten – schließlich soll jede Person das perfekte Modell für sich finden. 

Während für die eine Person wichtig ist, sich vollständig fortbewegen zu können, benötigt eine andere einen Rollstuhl, der von Hilfspersonen bedient werden kann. Wieder andere benötigen das Hilfsmittel nur zeitweise für lange Strecken oder eben dauerhaft im Außen- und Innenbereich. 

Kurzum: Es gibt für jeden individuellen Fall ein Hilfsmittel mit den Eigenschaften, die optimal auf Sie zugeschnitten sind. Wie diese sich in unterschiedlichen Rollstuhltypen auswirken, zeigen wir Ihnen in diesem Blogbeitrag. 

Hauptunterschiede im Überblick 

Die wichtigsten Unterscheidungen betreffen diese Merkmale: 

  • Antriebsart: manuell (z. B. Greifreifen-, Einhand-, Schieberollstuhl) oder elektrisch
  • Material: Stahl-, Aluminium- oder Carbon-Gestell 
  • Rahmen: Starrrahmen, faltbares Modell oder Kantelrollstuhl (mit kippbarer Sitz- und Rückenfläche 
  • (Zusatz-)Eigenschaften: z. B. besonders breiter Sitz, hohe Lehne, faltbar … 
 
 

Wie finde ich den passenden Rollstuhltypen? 

Eine große Auswahl kann zunächst überfordernd wirken, in diesem Fall lässt sie sich aber schnell einschränken. Denn: Im Fokus Ihrer Suche sollte immer stehen, dass der Rollstuhl Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. Stellen Sie sich vorab deshalb am besten diese Fragen: 

  1. Bin ich körperlich in der Lage, mich manuell fortzubewegen, oder benötige ich einen Elektro-Rollstuhl?  
  1. Welche Maße und Zusätze müssen vorhanden sein, um mir ein gesundes und bequemes Sitzen zu ermöglichen? 
  1. Welche Eigenschaften sind für meinen Alltag relevant? (Brauche ich ein eher schlankes Modell, das sich in meiner Wohnung nicht festfährt? Reise ich gern und benötige einen leichten, faltbaren Rollstuhl?) 
  1. Welches Budget habe ich zur Verfügung? Erfüllt der Rollstuhl alle Eigenschaften, um von meiner Krankenkasse übernommen werden zu können? 

Welche Rollstuhlarten gibt es? 

Die Unterscheidungen der verschiedenen Typen lassen sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Wir haben die Auswahl an Rollstuhlarten nach Antriebsart aufgebaut. Je nach Einschränkung und individuellen Möglichkeiten ist diese meist eine der ersten Eigenschaften, die für die Wahl eines neuen Modells relevant ist. 

Rollstuhltypen unter den manuellen Rollstühlen 

Manuelle Rollstühle werden aus eigener Kraft oder durch eine schiebende Person fortbewegt. Das funktioniert auf unterschiedliche Art. 

Greifreifenrollstühle sind die klassische Ausführung, die über Greifringe an den Reifen angeschoben werden. Es gibt aber auch solche mit Einhandantrieb, bei denen das zweite Rad über das erste mitgesteuert wird. Reine Schieberollstühle sind von Grund aus darauf ausgerichtet, dass sie von einer weiteren Person bewegt werden. 

Eines haben alle Modelle dieser Rollstuhlart gemein: Sie benötigen ausreichend Körperkraft oder eine helfende Person mit eben dieser, um ihn und Ihr Körpergewicht fortbewegen zu können. 

Zu den häufigsten Ausführungen zählen die folgenden Typen. 

Standardrollstuhl für vorübergehende Einschränkungen 

  • vorübergehende Lösung 
  • stabil und langlebig 
  • häufig von der Krankenkasse übernommen 

Diese Modelle kennen Sie beispielsweise aus Krankenhäusern. Es sind die am häufigsten von der Krankenkasse genehmigten Modelle, wenn keine besonderen Funktionen benötigt werden. Diese Rollstuhlart hat keine individuelle Sonderausstattung und wird deshalb meist für Einschränkungen wie ein gebrochenes Bein oder nach einer Operation genutzt. Das Gewicht liegt schnell schon mal bei 20 Kilogramm, weshalb die Fortbewegung viel Muskelkraft voraussetzt. 

Wendige Fortbewegung mit Leichtgewichtrollstuhl 

  • maximal 17 Kilogramm 
  • wendig mit ein paar Einstellungsmöglichkeiten 
  • auch als Elektro-Rollstuhl erhältlich 

Diese Hilfsmittel wiegen meist unter 17 Kilogramm und sind damit leichter als der Standardrollstuhl. Der Rahmen besteht üblicherweise aus Aluminium, das weniger schwer, aber dennoch sehr robust ist. Trotz des geringen Gewichts sollten Sie die benötigte Kraft zur Fortbewegung nicht unterschätzen – schließlich müssen Sie auch Ihr Eigengewicht anschieben. Leichtgewichtsrollstühle gibt es allerdings auch in elektrischer Ausführung. 

Grundsätzlich ist diese Rollstuhlart wendig und für die dauerhafte Nutzung geeignet. Einige Modelle sind sogar faltbar, sodass Sie sie gut verstauen können. 

Der Übergang zu Aktivrollstühlen ist fließend. Leichtgewichtrollstühle verfügen üblicherweise über geringere Einstellungsmöglichkeiten als diese (aber mehr als Standardrollstühle). 

Rollstuhlart für Aktive: Aktivrollstuhl (auch: Adaptivrollstuhl) 

  • sehr individuell anpassbar 
  • sehr geringes Gewicht 
  • für aktive Selberfahrende 

Diese Rollstühle überzeugen mit ihrer hohen, sehr individuellen Anpassbarkeit. Unter anderem den Rückenwinkel, die Sitzbespannung oder die Sitzhöhe können Sie entsprechend Ihrer Bedürfnisse einstellen. 

Sie sind oft noch leichter als Leichtgewichtrollstühle, bedienen aber eine andere Zielgruppe: aktive Selbstfahrer, die nicht angeschoben werden möchten. Deshalb haben Aktivrollstühle meist keine Schiebegriffe. 

Diese Rollstuhlart wird oft auch als Sportrollstuhl genutzt und macht damit seinem Namen alle Ehre. 

Arten von elektrischen Rollstühlen 

Motorisierte Rollstühle lassen sich meist per Joystick, aber auch per Lenker oder behindertenspezifischer Steuerung (z. B. durch Mundstück) fortbewegen. Damit sind sie die perfekte Wahl für Menschen, die einen manuellen Rollstuhl nicht aus eigener Muskelkraft antreiben können. 

Standard-Elektro-Rollstuhl für innen und außen 

  • leicht und handlich 
  • für den Alltag und die Freizeit 
  • manchmal sogar faltbar 

Viele Modelle vereinen heutzutage das Beste aus zwei Welten: Sie sind handlich und schmal für die unkomplizierte Nutzung in Innenräumen und robust genug für den Außenbereich. 

Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Reichweiten, die Sie wahlweise kurze tägliche Erledigungen oder ausgiebigen Spazierfahrten weit tragen. Manchmal lässt sich ein Ersatz-Akku mitführen, sodass Sie noch unabhängiger sind. 

Einige Ausführungen (z. B. die MovingStar-Modelle) sind sogar faltbar und vereinen damit alle positiven Eigenschaften eines Leichtgewichtrollstuhls. Sie können gut im Kofferraum verladen werden. Verfügen sie darüber hinaus über herausnehmbare Akkus, werden sie zum perfekten Reiserollstuhl, den Sie sogar im Flugzeug mitführen können. 

Mehr zu diesen Themen können Sie ausführlich in unseren Blogbeiträgen nachlesen: 
Elektro-Rollstuhl für draußen: flexibel unterwegs im Alltag und auf Reisen 
Elektrischer Rollstuhl für die Wohnung 
Fliegen mit Rollstuhl 

Gelände-Elektro-Rollstühle 

  • besonders resistent und mit großen Reifen 
  • für Abenteurer und Naturfreunde 
  • zu sperrig für den Alltag, perfekt für unebene Böden  

Diese Rollstuhlart ist sehr robust, stoßfest, hat große, gut greifende Reifen und Allradantrieb. Dadurch lassen sie sich optimal über Sand, durch Schlamm und über raue Straßen lenken. Es handelt sich dabei nicht um Alltags-Rollstühle, sondern welche, mit denen Sie anspruchsvolle Wander-Fahrten bestreiten. 

Rollstühle mit elektrischer Aufstehhilfe 

  • Spezialausführungen 
  • helfen, in den aufrechten Stand zu kommen 

Diese Rollstühle ermöglichen Nutzenden neben dem selbstständigen Fahren auch eine aufrecht stehende Haltung einzunehmen. Sie richten sich an Personen, die so geheingeschränkt sind, dass sie einen Rollstuhl benötigen, aber beispielsweise unterstützend Stehtraining durchführen müssen. Sie erfüllen dementsprechend einen besonderen Anwendungszweck

Rollstuhlarten für spezielle Einsatzgebiete 

Über diese recht gängigen Rollstuhlarten hinaus gibt es außerdem solche für spezielle Einsatzgebiete. Dazu zählen beispielsweise: 

Toiletten- & Duschrollstühle 

Toilettenrollstühle können über das Klo geschoben werden oder enthalten bereits einen WC-Eimer. Einige von ihnen dienen zeitgleich als Dusch- bzw. Hygienerollstuhl und können unter der Dusche genutzt werden. 

Sportrollstuhl 

Diese Ausführungen verfügen je nach Sportart und Fahrer über verschiedene Eigenschaften. Basketballrollstühle beispielsweise verfügen üblicherweise über einen Kippschutz, sind besonders robust und haben einen Rammbügel. 

Pflege- & Multifunktionsrollstühle 

Diese Rollstuhlarten verfügen über viele individuelle Einstellungsmöglichkeiten. Sie richten sich vorrangig an Personen mit sehr stark eingeschränkter Beweglichkeit und schweren Beeinträchtigungen. 

Transportrollstuhl 

Ein solches Modell wird für den kurzzeitigen Transport von Personen genutzt und von einer Hilfsperson bewegt. Sie können meist auch auf engem Raum bewegt werden, eignen sich aber nicht für den dauerhaften Gebrauch. 

Ausprobieren, beraten lassen, bequem durch den Alltag fahren 

Welche Rollstuhlart für Sie infrage kommt, klärt sich meist anhand Ihrer individuellen Einschränkung und Ihrer Bedürfnisse. Trotzdem sollten Sie vor dem Kauf das ausgewählte Modell ausprobieren

Nur weil Antrieb und grundlegende Eigenschaften zu Ihnen zu passen scheinen, ist ein Rollstuhl noch nicht perfekt für Sie. Manchmal ist der Sitz zu unbequem, Sie bemerken erst in der Praxis, dass Sie mit der Steuerung Probleme haben oder etwas anderes Sie stört. 

Grundsätzlich sollten Sie beim Testen die Möglichkeit haben, mit Fachpersonal zu sprechen. Dieses kann Sie eingehend beraten und dabei helfen, das beste Hilfsmittel für Sie zu finden. 

MovingStar im Sanitätshaus kaufen 

Damit Sie die Chance haben, unsere Elektro-Rollstühle unter Aufsicht von Fachpersonal zu testen, finden Sie die MovingStar-Modelle in Sanitätshäusern in ganz Deutschland. Sprechen Sie uns gern direkt über unser Kontaktformular an, sollten Sie auf der Suche nach einem Anbieter in Ihrer Nähe sein.

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